Problemumfeld
Multifunction Displays (MFD) dienen zur Anzeige von
Flugdaten und Warnungen im Hubschrauber Cockpit. Die eingebettete Software
muss gewartet und die anzuzeigenden Symbole gegebenenfalls an die
Kundenwünsche angepasst werden. Das vorliegende MFD des NH90 von EUROCOPTER
wurde durch einen Zulieferer für Flugsicherungssysteme entwickelt, der auf
Basis von Formatspezifikationen des OEMs eigene Spezifikationen und
Testfälle abgeleitet hat um daraus die Hardware, Software und das Design der
Symbole zu entwickeln. Alle Anforderungen sollen eindeutig, verständlich und
testbar sein, damit die Integration und Verknüpfung innerhalb des
Gesamtsystems gemäß "systems thinking" durch den OEM gewährleistet werden
kann. Zustände wie die fehlende Traceability, Inkonsistenz oder
Unvollständigkeit besonders innerhalb und zwischen textbasierten
Anforderungen -firmenintern und übergreifend-, beeinträchtigen das
Systemverständnis. Bei Änderungen am System während der Wartungsphase führt
diese Undurchsichtigkeit der Dokumentenlage zu Schwierigkeiten bei der
Anpassung relevanter Anforderungen und Testfälle.
Da die informelle Formatspezifikation (FOS) nicht
operationalisierbar ist, z.B. die Informationen bezüglich Größe & Position
der Symbole unvollständig sind, war es dem Zulieferer freigestellt wie und
mit welchem Tool sie die Umsetzung der Symbole auf dem Display realisieren.
Aus der FOS hat der Zulieferer formale SW Requirement Spezifikationen (SRS)
abgeleitet welche die Signallogik beschreiben. In den zugehörigen Testfällen
werden die Input-Signale (beschrieben in der SRS) und daraus resultierende
Output-Symbole (beschrieben in der FOS) geprüft. Die übergreifenden
Anforderung und Testfälle sind untereinander verlinkt, besitzen aber keine
Traceability zur FOS. Das Design der Symbole, die nicht genau in der FOS
spezifiziert wurden, sind mit einem HMI Modeling and Display Graphics Tool
realisiert, in dessen schwerlesbaren Metafiles und auch nur dort die genauen
Größen- und Positionsbeschreibungen der Symbole zu finden sind. Symboltester
sind der schwierigen Lage ausgesetzt, dass sie zur genauen
Positionsbestimmung der Symbole statt nur der Spezifikation auch Code (hier
Metafiles) lesen müssen.
Konzept
Die die beschriebene Symboldokumentation zu verbessern
wurde ein Lösungskonzept entwickelt, welches aus 3 Teilen besteht:
-
Datenbank, die alle Information über Symbole
beinhaltet
-
XML Schema als Austauschplattform, welches
Symbol Information von und in die Datenbank bringt
-
SVG GUI zur Visualisierung und Änderung von
Symbolen
Aufgabe:
Es soll ein Generator erstellt werden, der die
Symboländerung aus dem SVG Editor automatisch in das existierende XML
Schema abspeichert.